Unternehmen
Partner
Suche
Anfahrt
Kontakt
 
  Unternehmen
   
  Leistungen
   
Gebäude
   
 
Ablinger.Garber - Das Gebäude
TT, 6. Mai 2005
E. Schlocker

Alt und Neu feiern im denkmalgeschützten Ambiente des Haller Salzlagers eine fröhliche Hochzeit. Im gläsernen Lift zum Adlerhorst.

Wo einst Salz gelagert wurde, wird in einer Woche die Landesausstellung eröffnet: Der Turm, in dem die Sole verdampft wurde, ist zum Medienturm geworden.

HALL. Für die bereits vor einigen Jahren vollzogene sensible Metamorphose des Salzlagers zum Raum für Kunst ist der Innsbrucker Architekt Hanno Schlögl verantwortlich. Die Verwandlung des Turms sowie des Eingangsbereichs der Halle hat er gemeinsam mit seinem nunmehrigen Partner Daniel Süß unternommen.

Das Ergebnis: Erfreuliche Eingriffe in ein heterogenes denkmalgeschütztes Ensemble, das viel Fingerspitzengefühl erfordert, ein selbstbewusstes Reagieren auf Bestehendes mit den Mitteln und Sehweisen von heute für die Erfordernisse von heute. So war etwa für die bevorstehende Tiroler Landesausstellung der Umbau des Eingangs- und Cafébereichs des Salzlagers ein Gebot der Stunde. Schlögl/Süß haben das neue Café im Westen errichtet, weit offen zum Vorplatz hin. Wie bei allen ihre die historische Substanz ergänzenden Zubauten kommen die beiden Architekten ohne Schnörkel aus. Vorgeführt wird vielmehr ein raffiniertes Spiel mit der Farbe schwarz und der von Eichenholz. Aus diesem sind die klaren Möbel des kleinen Cafés getischlert genauso wie zwei monumentale Holzwinkel, die horizontal den Wänden des Raumes vorgeblendet sind. Das Foyer des Salzlagers ist zukünftig offen , nach Osten hin aufgebrochen durch einen gläsernen Erker.

Fast 100 Jahre jünger als das Salzlager ist der benachbarte Turm, den seit einigen Jahren der markante Schriftzug des amerikanischen Konzeptkünstlers Lawrence Weiner ziert. Der obere Teil des erst 1950 erbauten Turms, der seit der Einstellung des Salzabbaus in Hall 1967 wechselnd genutzt wurde, wurde nun im Auftrag des Medienunternehmens Ablinger.Garber von Schlögl/Süß zu einem Bürohaus umgebaut, in dem zu arbeiten sich jeder nur wünschen könnte. So fabelhaft ist durch riesige vertikale Fensterschlitze die Aussicht auf die Haller Altstadt, so angenehm die Atmosphäre in den Räumen, die durch einen außen an den Turm angebauten gläsernen Lift erschlossen werden. Diesen durchkreuzt im untersten der drei Geschoße ein ebenso markanter horizontaler gläserner Anbau, der an einer Seite weit auskargt.

Fast signalartig wird auf diese Weise die neue Nutzung des Turms weithin sichtbar, die Verbindung von Architektur von heute mit der von gestern, die absolut nichts Anpässlerisches an sich hat, sondern lustvoll mit Kontrasten der unterschiedlichsten Art spielt.

Im Inneren wurde der Eindruck des ehemals riesigen offenen Raums fast belassen, obwohl auf drei Ebenen 460 Quadratmeter Bürofläche geschaffen wurde. Sie werden durch monumentale Stahlträger getragen, die ebenso unverkleidet bleiben wie die Wände des Stahlskelettbaus.

Transparenz ist in dem Bürohaus groß geschrieben, dessen Wände zur durchgehenden zentralen Halle aus Glas sind. Geraucht wird in dem Haller Medienturm ausschließlich auf einem quadratischen Adlerhorst, der Richtung Westen aus dem zweiten Geschoß auskargt.


 
 
 
    Ablinger.Garber

Medienturm
Saline 20
6060 Hall in Tirol
T:+43(0)5223/513-0
F:+43(0)5223/513-30